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Blogvorstellung: Fructosetagebuch

Wer bist Du und was machst Du, wenn Du gerade nicht an Deinem Blog arbeitest?

Ich bin Anni, 33 Jahre alt und mache beruflich „was mit Medien“. Heißt, ich arbeite seit Jahren vor allem als Redakteurin, wobei ich mich zwischenzeitlich auch in Richtung PR und Marketing bewegt habe. Viel meiner Freizeit geht fürs Kochen drauf, was mir zum Glück aber auch schon immer Spaß gemacht hat. Sobald es wärmer wird, zieht es mich jedes Jahr mehrfach an die Ostsee. Ich liebe das Meer, die Sonne, gehe gern schwimmen und verbringe viel Zeit mit meinen Freunden an der Küste und auch denen hier in Berlin.

Welche Unverträglichkeiten hast Du?

Ich leide an einer Fructoseunverträglichkeit. Viele denken immer: ohje, schon wieder eine mit ihrer Hipsterkrankheit. Ich selbst habe jahrelang immer meine Witze darüber gemacht und nun hat es mich selbst getroffen. Das war schon fast wie Karma. Ich konnte mir damals auch nicht wirklich etwas unter dem Krankheitsbild vorstellen und musste mich monatelang mit umfangreichster Recherche durch das Thema quälen. Als mir dann bewusst wurde, was da alles dahintersteckt, habe ich alles rund ums Essen erst einmal verflucht.

Was hat Dich dazu motiviert, einen Foodblog zu betreiben? Was genau verbirgt sich hinter dem Namen „Fructosetagebuch“?

Vor drei Jahren habe ich die Diagnose Fructoseintoleranz bekommen. Ich war danach völlig überfordert mit dem gesamten Thema und habe das erste halbe Jahr erst einmal nicht weiter gewusst. Dann habe ich von meiner Krankenkasse eine Ernährungsberatung bekommen, wofür ich unendlich dankbar war, weil es eben doch nochmal etwas anderes ist, sich direkt mit jemandem auszutauschen anstatt sich die Infos „nur“ aus Büchern und dem Internet zu holen. Ich musste wochenlang mein Essen aufschreiben und notieren, wie ich was vertrage. Irgendwann haben mich die Listen genervt und ich habe angefangen, Fotos zu machen, um sie mit meiner Ernährungsberaterin durchzusprechen. Sie hat mich letztendlich auf die Idee gebracht, die Bilder online zu stellen und so entstand vorerst die Facebookseite und knapp ein halbes Jahr später dann auch das „fructosetagebuch“ auf Instagram.

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Was unterscheidet Deinen Blog von den anderen?

Definitiv die Art, Sachen zu posten. Ich koche, mache ein Foto, vielleicht auch mal zwei oder drei und dann wird aber auch sofort gegessen. ;-) Ich ziehe meinen Hut vor den Leuten, die dann noch Zeit und Nerven haben, ihr Essen zwanzig Minuten lang zu fotografieren, bis das Bild perfekt ist. Diese Geduld habe ich in keinster Weise, wenn mein Essen schon auf dem Tisch steht. Deshalb unterscheiden sich meine Bilder auch extrem von denen anderer Foodblogger. Das war aber auch nie mein Ziel. Sowohl auf meiner Facebook- als auch Insta-Seite steht die Krankheit im Vordergrund und nicht das perfekt geschossene Foto. Aber natürlich freut man sich am Ende auch über Likes und positives Feedback. Das Auge isst ja schließlich mit.

Woher lässt Du Dich inspirieren, wenn Du ein neues Rezept ausprobierst/veröffentlichst?

Da ich schon in meiner Jugend immer gern gekocht habe, habe ich zum Glück ein Gefühl dafür, was schmecken könnte und was man mal neu probieren könnte. Durch die Intoleranz bleiben viele Experimente aber sowieso aus. Ich suche viel im Internet nach zuckerfreien Rezepten, denn, was ich damals auch nicht wusste: normaler Haushaltszucker besteht zu 50% aus Fructose. Das heißt für mich, dass ich Rezepte sowieso immer umwandeln muss. Ich bin auch immer im Austausch mit anderen „Betroffenen“, sodass ich dort natürlich auch viel Inspiration herbekomme. Und durch die Krankheit bleibt sonst dann nur das blinde Testen. Essen ist definitiv für mich zur Geduldsprobe geworden. Entspannt mal Brunchen gehen oder Grillen mit Freunden, so wie früher, ist sowieso nicht mehr möglich. Ich muss bei allem aufpassen, was ich zu mir nehme. Ich veröffentliche dann aber auch sämtliche Erfahrungen, sowohl die guten, als auch die schlechten. Meine Seiten sollen anderen Fructoseintoleranten helfen. Die Krankheit wirkt sich bei jedem anders aus, insofern muss jeder natürlich selbst testen, was er verträgt und was nicht. Aber es soll einfach als kleine Hilfestellung dienen und das Feedback, was ich ab und zu bekomme, bestätigt und bestärkt mich auch darin, immer wieder neue Bilder zu posten.

Was sind Deine Lieblingszutaten?

…natürlich die verbotenen. :-D

Ich musste nach der Ernährungsumstellung einige Sachen wirklich lieben lernen. Chiasamen zum Beispiel fand ich absolut eklig, esse ich jetzt aber regelmäßig. Allgemein solche Sachen wie Nüsse und Samen, die ich früher nie verwendet habe, mag ich mittlerweile sehr gern. So viele Zutaten sind weggefallen mit der Intoleranz, weshalb ich mir einfach neue Dinge suchen musste. Unverzichtbar geworden sind für mich Naturjoghurt, meine zuckerfreien Cornflakes oder auch Avocados, um nur einige zu nennen.

 

 

https://www.facebook.com/fructose.unvertraeglichkeit/

https://www.instagram.com/fructosetagebuch/

 

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