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Blogvorstellung: Darfs ein bisschen weniger sein

Liebe Nicole erzähl uns doch mal ein bisschen von dir. Wer bist du und was machst du?

Ich bin Nicole, Ü40, Mutter von zwei Teenagern und im normalen Leben arbeite ich als Betriebswirt im Controlling eines Mittelständischen Unternehmens. Ich bin sehr gerne kreativ und habe eine große Leidenschaft, nämlich das Nähen. Aber auch alles was sonst so kreativ ist wie Deko, Garten, DIY und eben auch Kochen und Backen. Und da war die Diagnose Zöliakie damals vor 12 Jahren ein ganz schöner Schock und gleichzeitig eine Erleichterung endlich zu wissen, warum es mir schon so lange nicht gut geht. Schock, weil ich echt Angst hatte ab sofort nichts Leckeres mehr essen zu können und total eingeschränkt zu sein.

 

Was hat dich dazu animiert einen eigenen Food-Blog "Darfs ein bisschen weniger sein" auf Instagram zu betreiben?

Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie furchtbar am Anfang die gekauften glutenfreien Ersatzprodukte geschmeckt haben und wie viele Fehlversuche ich beim Backen produziert hab. Das gab einige Tränen. Irgendwann hab ich dann den Blog von Trudel entdeckt. Das brachte ein Stück Normalität und bald entdeckte ich wie groß die Möglichkeit ist sich virtuell auszutauschen. Fragen konnten damals vor allem auf dem Forum vom Zöliakie-Treff gestellt werden und man merkte, dass man mit seinen Problemen nicht alleine ist. Heute ist es für mich die Zöliakie-Austausch-Gruppe auf Facebook, die wertvolle Hilfe leistet. Denn offline war ich damals echt verloren und bekam wenig Hilfe. Da ich über mein Näh-Hobby schon seit 2002 einen Blog betreibe, hab ich auch dort angefangen glutenfreie Rezepte zu posten. Und das kam sehr gut an. Die gebackenen Sachen und die ganzen Tipps dazu waren erfolgreich. Allerdings merkte ich, dass es schwierig war beide Themen miteinander zu verknüpfen. Ebenso mehrere Social Media Plattformen als Hobby zu betreiben, so dass ich mich dann irgendwann nur noch für Instagram entschieden hab. Am Anfang als gemischten Kanal aus Nähen und glutenfreier Ernährung und dann Anfang 2018 hab ich für das glutenfreie Leben einen eigenen Account eröffnet: "Darfs ein bisschen weniger sein". Das was ich früher als Inspiration und Orientierungshilfen im Zöli-Bereich bekomme habe, will ich auch wieder an die Community zurück geben: Tipps, Tricks, Neuentdeckungen oder auch tolle Rezepte oder Koch-/Backinspirationen! Zu zeigen, dass auch mein Alltag mit Zöliakie und einer 4 köpfige Familie ganz normal ist! 

 

Welche Schwerpunkte greifst du in deinem Blog besonders auf? Wodurch lässt du dich immer wieder inspirieren?

 

Mein Schwerpunkt? Da muss ich kurz mal überlegen. Ich nehme gerne den Hashtag #glutenfreiesLeben oder #glutenfreierAlltag und ich glaube das ist mein “Schwerpunkt”. Also eher normales Familienleben und Tipps und Tricks um das Leben normal zu gestalten. Ich bin die einzig Betroffene in der Familie und dennoch habe ich eine 100% glutenfreie Küche. Einzig Brot lagert im Esszimmer - und das in einem separaten Brotkasten und auch immer vom Bäcker vorgeschnitten um Brösel so weit wie möglich zu vermeiden. Ich kam am Anfang einfach zu häufig durcheinander, getrennte Toaster und Kochlöffel haben mich echt überfordert. Ich möchte meinen Teenagern das Kochen und Backen beibringen und das gelingt mir glaube ich ganz gut, denn beide können gut backen und machen alleine  z.B. Torten oder Kekse für uns - natürlich glutenfrei!! Ich möchte, dass uns als Familie mein Handicap so wenig wie möglich einschränkt. Manchmal ganz schön herausfordernd, zumal eines meiner Kinder sich nun gerne auch noch vegetarisch ernähren möchte. 

 

Welche Nahrungsmittelunverträglichkeiten hast du? Wie äußert sich das, bzw. wie gehst du selbst damit um?

 

Ich muss komplett glutenfrei leben und vertrage auch keine glutenfreie Weizenstärke. Ebenso hab ich eine geringe Toleranzgrenze für Fruktose und Histamin, ohne das man da aber was nachweisen kann. Aber das bekommt mir eben nicht jeden Tag gleich gut. Die Sensibilität hat da definitiv mit der Zöli zugenommen. Wie sich das äußert? Na ja, als ob ich gleich noch ein Kind bekomme... aber dann bin ich auch schon ziemlich schnell auf der Toilette und da bleib ich auch länger. Manchmal auch gleich mit Kreislaufkollaps kombiniert. Schüttelfrost, bleibende Müdigkeit und Migräne sind auch keine Seltenheit.

Was sind deine Lieblingsprodukte bzw. Lieblingszutaten? Gibt es Produkte, die du vermisst?

 

Ich wertschätze es so sehr, dass es inzwischen so viele tolle Produkte, Shops und auch glutenfreie Bäckereien gibt. Und ich feiere jede Neuentdeckung. Lieblingsprodukte hab ich gar viele, da fällt es mir schwer gezielt was zu nennen. Aber mein glutenfreies Schnitzer-Bier darf nicht fehlen oder auch ein leckeres Brötchen zum Frühstück. Da hab ich für mich dieses Jahr die Brötchen von Böcker entdeckt. Oder auch die leckeren Wraps und Pitabrote von BFree. Sehr gerne mag ich auch die Produkte von Hammermühle, Bauck und Schnitzer. Vermissen tue ich ein luftiges Buttercoissants was wie früher schmeckt oder aktuell würde ich so gerne mal wieder in einen Döner beißen. Ach ja, unbeschwert und ungeplant essen zu gehen. Das vermisse ich am meisten! Aber ansonsten gibt es ja fast alles... Außer eben mal ‘ne Tüte Churros oder ‘ne Pizza oder sonstig auf die Hand. Oder sowas wie fertige Schupfnudeln, eine Süddeutsche Spezialität, das würde ich gerne mal wieder haben. 

 

Gibt es sonst noch etwas, das Du unserem Leser auf den Weg geben möchtest?

Nicht verzweifeln am Anfang nach der Diagnose. Sich umschauen und dann sehen, wieviele tolle Infos, Unterstützung und Rezepte es doch gibt. Die tollen Shops entdecken, die uns zum Teil unsere gesunde Normalität wieder geben können. Merken, dass uns die Ernährung gut tut. Klar ist es eine Einschränkung, aber es geht uns damit ja viel viel besser als zuvor. Und mit Zöliakie oder auch anderen Unverträglichkeiten oder Allergien kann man leben und es geht einem gut dabei! Ich trauere eher den Jahren nach als ich nicht wusste, warum es mir so schlecht geht. Ich hab jetzt einfach meine Einschränkung akzeptiert. Eine andere Wahl hab ich ja eh nicht. 

Vielen Dank Nicole, dass Du Dir die Zeit für unsere Fragen genommen hast. Wir wünschen Dir und Deiner Familie weiterhin alles Gute!

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